| S.K.I.D.-Bundeslehrgang 2006 / Greven |
| Dienstag, 21. März 2006 um 20:57 | |||
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Samstag, 04.März.2006 Der lang ersehnte Bundeslehrgang in Greven stand an und viele hatten sich angekündigt, um unter Bundestrainer Akio Nagai Shihan und erstmalig Daizo Kanazawa (der 2.älteste Sohn Hirokazu Kanazawas - Weltcheftrainer der S.K.I.F.) zu trainieren. Trotz des unbeständigen Wetters und dem ein oder anderen Stau, fanden sich gegen 15 Uhr knapp 200 Karateka aus ganz Deutschland (von Zittau bis Köln, von Sylt bis München + einigen Schweizern) in der Halle ein. Alle waren gespannt wie das erste Training unter dem noch recht jungen Daizo Kanazawa (32) aussehen würde. Nach Begrüßung und Erwärmung fing es dann, scheinbar "harmlos", mit Tsukis und MaeGeris im Stand, an. D.Kanazawa achtete auf jedes noch so kleine Detail, wie z.B. die richtige Position des vorderen Knies , oder wie und in welchem Moment sich die Hüfte bewegen sollte. Das Gefühl wieder Anfänger zu sein, stellte sich selbst bei gestandenen Schwarzguten ein, denn auch einfache Übungen wurden durch kleine Hilfen des jeweiligen Partners enorm erschwert. Da hielt man Knie fest oder zog am Gürtel. Der junge, sympathische Sensei bemerkte sinngemäß zu diesen Übungen: wenn diese schwierig seien, solle man sie ruhig öfter üben! Nach anstrengenden 1½ Stunden gab es erst einmal eine halbstündige Erholungspause. Anschließend wurde getrennt trainiert. Antonio Ceferino Sensei (5.Dan) kümmerte sich um das Training der Unterstufe, Violett- und Braungurte (bis 2.Kyu) wurden von Eugen Landgraf Sensei (6.Dan) in verschiedenen Partnerübungen auf das freie Kämpfen vorbereitet und konnten an einer Vielzahl von Partnern ihr Können testen und verbessern. Schwarz- und Braungurte (1.Kyu) trainierten weiter bei D.Kanazawa. Chinte, eine eher seltene Kata auf Lehrgängen, wurde zuerst geübt. Genaues Erklären und Zeigen einzelner Techniken und ihrer Anwendung, konnten so manchen "Knoten" in den Armen und Füßen lösen. Anschließend stand Happo-Kumite auf dem Plan. Auch hier zeigte D.Kanazawa eindrucksvoll wie sicher und vor allem schnell man sich mit dem richtigen Timing und der richtigen Distanz bewegen kann. Abwehr und Konter gingen bei ihm derart schnell in einander über, dass er spielerisch den Tsukis, MaeGeris und MawashiGeris der 4 Angreifer ausweichen konnte. Nun hieß es: Nachmachen! Die Umsetzung gelang nach ein paar Runden immer besser und brachte allen sichtlich Spaß und jede Menge neue Anregungen für das eigene Training. Die letzte halbe Stunde des ersten Trainingstages ließ Nagai Shihan die Braun- und Schwarzgurte erst Katas vortragen, bevor diese ihre letzten Energiereserven in einigen Runden Freikampf aufbringen mussten. Obwohl nun offiziell Schluss war, sollten es nicht die letzten Kämpfe des Tages gewesen sein! Erst der Kampf um die Schlafmatten (jeder bekam letztlich eine ab), dann die Suche nach einem freien Sitzplatz im Lokal. Nachdem die meisten gegessen hatten und die lehrgangserfahrenen Bedienungen den großen Ansturm gut bewältigten, konnte man so manch interessantes Gespräch führen. Viel Neues, Spannendes und Amüsantes gab es zu hören, nicht zuletzt weil sich die Senseis oft unter die verstreuten Grüppchen mischten. Sonntag, 05.März.2006 11 Uhr ! Die Halle noch kalt und die Muskeln fest vom Training am Vortag, schien es manch Einem viel zu zeitig um den eigenen Körper zu einer brauchbaren Karatetechniken zu überreden. Tina Mühlich wurde mit der Erwärmung betraut. Nach sorgfältigem Dehnen und Lockern nahm sich A.Nagai Shihan der Sache an. Die folgenden Übungen sollten auch die letzte Müdigkeit aus den Knochen treiben. Sofort bildeten sich Gruppen. Ein Partner gegen Drei. Eine kurze, schnelle Kombination mit dem linken Partner, dann ohne Pause zum Rechten, zum Mittleren und gleich wieder von vorn! "Falsch! Noch mal!“ Nagai Shihan achtete besonders auf richtigen Abstand und Timing. Unter seinen Anfeuerungsrufen und denen der Partner geriet man schnell an die Leistungsgrenze. Und noch mal : "links, rechts , mitte - Kiai ! links, rechts, mitte - Kiai! schneller!" Nächste Übung - diesmal Paarweise. Ein Partner sollte sein Gegenüber auf engsten Raum mit Gyaku-Tsukis, dann mit Maegeris "jagen". Dabei ohne Pause auszuweichen und sich nicht treffen zu lassen fiel da nicht gerade leicht. So motiviert verging die Zeit ziemlich schnell. Schon wurde die Halle wieder abgetrennt und für alle Prüflinge der Unterstufe galt es nun, unter den Augen von Nagai Shihan ihr Bestes zu geben um die nächste Graduierung zu erreichen. Im anderen Teil der Halle übernahm wiederum D.Kanazawa das Training. Seine Kombinationen bauten auf dem Kihon des Vortages auf, wobei er besonders auf die schnelle Verbindung zwischen den Techniken Wert legte. Gekonnt zeigte er, wie auch gewohnte Standardkombinationen noch schneller und effektiver auszuführen sind. Sogar schwere Übungen wie, KizamiYokoGeri - UshiroGeri, gelangen plötzlich, was das sowieso schon erstklassige Training abrundete. Die Prüfungen der Unterstufe waren bald fertig, das Training wurde beendet, alle setzten sich ab. Die Braungurtprüfungen bildeten den Schlusspunkt eines anstrengenden und lehrreichen Wochenendes. Die recht zahlreichen Prüflinge gaben noch mal alles. Am Ende konnte sich jeder über seine gute Leistung und darüber, dem Schwarzen Gürtel ein Stück näher gerückt zu sein, freuen. Ein letztes Mal aufstellen. Nach dem Abgrüßen wurde Nagai Shihan und seinem Gasttrainer Daizo Kanazawa mit großem Beifall für das exzellent Training gedankt. Man verabschiedete einander ausführlich. Einige stärkten sich noch am leckeren Buffet, bevor es, um viele Erlebnisse reicher, wieder gen Heimat ging. Zu guter Letzt ein dickes Lob und Dankeschön an das Grevener Dojo Shimazu und seinen fleißigen Helfern, für das hervorragend organisierte Wochenende, für die überaus gastfreundliche Atmosphäre und dafür, dass sie sich wohl für nächstes Jahr wieder so viel Arbeit aufgehalst haben Wir kommen gern wieder ... ! Marco , Karin , Akio Nagai Shihan , Daizo Kanazawa, Nicole , Roman
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