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Wie alles begann...Das Karate Dojo Edo wurde 1985 in Berlin gegründet. Seit 1990 ist das Dojo Mitglied im S.K.I.D. (Shotokan Karate International Deutschland e.V.). In Berlin und Umgebung entstanden Anfang der neunziger Jahre verschiedene Zweigstellen des Dojos, in denen zeitweise zwischen 400 und 500 Karateka trainierten. Von einem Dojo im herkömmlichen Sinne kann man erst seit 1985 reden. Als Trainer der damaligen Schulsportgruppe Judo organisierte Carsten Müller, gemeinsam mit anderen Enthusiasten in Berlin, die ersten regelmäßigen Trainingseinheiten. Bis dahin traf man sich hauptsächlich privat und nur sporadisch, man philosophierte und bewunderte die fernöstlichen Kampfkünste und Kulturen. So interessant und wichtig der theoretische Aspekt in den Kampfkünsten auch ist, das "Verständniss", sowohl für den Körper als auch den Geist, kommt erst durch die physische Auseinandersetzung. Unter dem Deckmantel eines Judovereins wurde also von 1985 - 1988 voller Begeisterung alles trainiert, was sich in irgendeiner Form mit Selbstverteidigung und Kampfkunst verbinden ließ. Neben Waffentraining, Bruchtests und jeder Form von Kampftraining wurde der Schwerpunkt auf die realistische Anwendbarkeit der Techniken gelegt. Sowohl Grundschule als auch das Training vorgeschriebenen Formen hatten einen untergeordneten Stellenwert. Im Herbst 1988 traf Carsten erstmals seinen Sempai, Andreas Hermann (Dojoleiter Takeda).
Man kann diese Begegnung als richtungweisend und maßgeblich für die Entwicklung im Dojo bezeichnen. Andreas trainierte zum damaligen Zeitpunkte bereits traditionelles Shotokan Karate Do, wobei die oft beiläufige Bezeichnung "DO" (Weg), neben unzähligen gemeinsamen Trainingseinheiten und Gesprächen, den Ausschlag gab, zukünftig im Dojo ausschließlich Shotokan Karate Do zu trainieren. Im August 1990 fand der erste S.K.I.D.- Lehrgang mit Bundestrainer Akio Nagai Shihan in Dresden statt, zu dem Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet anreisten. Berliner Karateka, aus unterschiedlichsten Vereinen und Dojos tauschten Adressen und vereinbarten gemeinsame Trainingseinheiten.
Das Dojo trat 1990 dem S.K.I.D. (Shotokan Karate International Deutschland e.V.) bei. Der erste Berliner S.K.I.D.-Lehrgang fand im Frühjahr 1991 statt. Geleitet wurde das Training von Reinhard Nawe Sensei (Dojoleiter Kamakura) und Eugen Landgraf Sensei (Dojoleiter Nobunaga), heute beide 6.Dan. In den folgenden Jahren entwickelte sich zu diesen beiden herausragenden Sensei ein ganz besonderes Verhältnis. Beide unterstützten das Berliner Dojo nach Kräften und scheuten keinen Mühen, die Entwicklung im Edo Dojo voranzutreiben. Anlässlich des ersten Dojolehrgangs (1991) mit unserem Bundestrainer Akio Nagai Shihan, verlieh dieser dem Dojo den Namen EDO.
Edo ist der frühere Name des heutigen Tokio, heute die Hauptstadt Japans, was die Symbolik der Namensgebung für das Berliner Dojo nachvollziehen lässt.
Im Laufe der folgenden drei Jahre wuchs die Anzahl der Mitglieder im Dojo beträchtlich. In Berlin und Umgebung entstanden Anfang der neunziger Jahre verschiedene Zweigstellen des Edo Dojos, in denen zeitweise zwischen 400 und 500 Karateka trainierten. Carsten Müller leitete das Karate Dojo Edo - Berlin bis 1999. Er musste jedoch, wie bereits zwei Jahre zuvor Ralph Englert, Berlin aus beruflichen Gründen den Rücken kehren. Heute trainieren Carsten und Ralph in Unterschleißheim und leiten dort das Training, im Karate Dojo Edo - München. Das Karate Dojo Edo - München wurde 1998 von Ralph Englert in Unterschleißheim gegründet. Carsten übertrug das Training und die Leitung des Berliner Dojo an Marco Wäger, einem seiner engsten Schüler, der ihm bereits in den vorangegangenen Jahren bei fast allen Trainingseinheiten assistierte und ihn unterstützte. Marco Wäger trainiert seit 1992 im Edo Dojo und ist seit einigen Jahren Mitglied im Nationalkader des S.K.I.D.. Durch seine Einstellung zum Karate Do sieht er den sportlichen Wettkampf jedoch eher als eine weitere Form des Trainings, unter veränderten Bedingungen, im Vergleich zum täglichen Training im Dojo. Zwischen Marco und Carsten findet nach wie vor ein reger Austausch statt. Sie besuchen Lehrgänge oder treffen sich zu gemeinsamen Trainingseinheiten in Berlin. Seit 1999 leitet Marco das Karate Dojo Edo - Berlin und wird dabei u. a. von Karin Bonsack, Jens Birkholz und Henry Däbritz unterstützt.
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